Kunst und Psychoanalyse | Apakt Hamburg - Kunst- und Gestaltungstherapie
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Bei Menschen, die mit der Sprache Schwierigkeiten haben, sei es, dass sie im Ausdruck gehemmt sind, psychosomatisch erkrankt sind, an einer sogenannten Frühstörung leiden, oder sich hinter Rhetorik verstecken, bietet die Gestaltungsarbeit eine einzigartige Brücke, sich in der Gruppen- oder Einzelarbeit zunehmend angstfrei mitzuteilen und zu öffnen. Auch im psychiatrischen Bereich gehört die Kunsttherapie zum Therapiekonzept.
Mit der psychoanalytischen Orientierung werden in erster Linie die in der Zeichnung und Malerei zutage tretenden Widerstände und die Übertragungsdynamik bearbeitet. Die Übertragungsanalyse reflektiert drei Beziehungsebenen: die Beziehung zum Produkt, zum Therapeuten und zu den anderen Gruppenteilnehmern. Daneben ist die Übertragungsdynamik der Gruppen analysierbar. Das kollektive Unbewußte der Gruppe konstelliert sich auf faszinierende Weise in einem gemeinsamen Thema und Symbol. Die Korrektur der Kommunikations- und Ausdrucksstörung gelingt durch die Erfahrung, im Wir einer Gruppe aufgehoben sein zu können ohne das Ich-Gefühl zu verlieren.
Durch die analytische Haltung der Leiter, die nicht direktiv und nicht bewertend ist, entsteht der schützende Raum, innerhalb dessen Umstrukturierung und neue emotionelle Erfahrungen möglich werden. Diese wiederum sind Voraussetzung für den Beginn kreativen und autonomen Handelns und wirken damit stabilisierend und Ich-stärkend.