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Zum Selbstverständnis der APAKT Hamburg
Mitteilungen, die im Rahmen der Einzel-Lehr-Erfahrung gemacht werden, unterliegen selbstverständlich der therapeutischen Schweigepflicht und werden keineswegs in der Beurteilung der therapeutischen Kompetenz herangezogen. Die therapeutische Kompetenz erschließt sich in den auch in den Gruppen deutlich gewordenen Fähigkeiten zur kritischen Selbstreflexion und sachgemäßen Interventionen. Unser Ziel ist es, in die persönliche als auch professionelle Autonomie zu führen. Vergleichbar dem Verhältnis zwischen Zen-Meister und Schüler sollen Bewußtseinsprozesse angeregt werden, die keinesfalls abhängig machen dürfen. Nicht vermeidbaren Abhängigkeiten in der alltäglichen Lebenswelt begegnen wir mit einer emanzipatorischen und kooperativen Haltung.
Institutionelle Entscheidungen der APAKT geschehen im Kreise der Ausbildungsleiter und der Mitarbeiter. Abschlußverfahren werden im Rahmen der Seminare halböffentlich gemacht. Unser Weiterbildungskonzept beinhaltet die Chance einer relativ “herrschaftsfreien” Unterrichtsform, weil das Arbeitsbündnis im gegenseitigen Einvernehmen freiwillig eingegangen wird und nur ein Mindestmaß an Regeln enthält (Gruppenvertrag, analytische Regel).
Die Aussicht, nach Abschluß - es handelt sich um ein Zertifikat der APAKT - einen Arbeitsplatz als Kunsttherapeut zu finden, erfordert ein hohes Maß an Eigeninitiative.
Daß wir bei diesen Aussichten dennoch unsere Weiterbildung mit gutem Gewissen anbieten, liegt am Inhalt. Nach mittlerweile 25jähriger Erfahrung mit dieser Weiterbildung und aufgrund von Aussagen unserer Studierenden sind neben einer beruflichen Qualifikation auch noch zwei wesentliche Gewinne zu machen. Der wichtigste persönliche Gewinn dürfte in der Selbsterfahrung liegen, die in dieser speziellen Kombination von Psychoanalyse und bildnerischem Medium woanders nicht zu haben ist. Hinzu kommt die Beschäftigung mit dem gestalterischen Medium und der stetige Zuwachs eigener Fähigkeiten im Rahmen der künstlerischen Selbsterfahrung.